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Sein letztes Foto vom 16.06.2020
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Unsere Geschichte

Die Stiftung Nicolas Gigot entstand aus einer Privatinitiative seiner Mutter Nadine Brialmont zu Gunsten aller hospitalisierten Personen, denen es unmöglich ist, sich sprachlich mitzuteilen.

In dieser Zeit des Coronavirus haben unzählige Menschen (diejenigen, die intubiert sind aber auch die Menschen, die an einer Querschnittslähmung leiden) das dringende Bedürfnis, sich austauschen zu können. Hier möchte die Stiftung Nicolas Gigot eingreifen, indem sie optische Geräte ankauft und den Krankenhäusern zur Verfügung stellt. Zudem hilft die Stiftung ebenfalls beim Ankauf von Rollstühlen.

Die letzten Augenblicke, die Nicolas mit uns bei vollem Bewusstsein verbracht hat, waren von einer tiefen Frustration übermannt, sowohl für ihn, als auch für uns. Eingesperrt in seinem Körper, war es ihm unmöglich, sich uns mitzuteilen, da er intubiert war. Er konnte einzig seine Augenlider bewegen, um zu versuchen, uns eine Botschaft zu übermitteln.

Die Momente, in denen er noch bei vollem Bewusstsein war, waren relativ kurz, aber ich werde sie nie vergessen, da er sich oftmals über meine Unfähigkeit, ihn zu verstehen, aufregte. Ich empfand einen großen Schmerz angesichts meiner Unfähigkeit…

Als es mir letztendlich gelungen ist, einen Computer mit augengesteuertem Sprachprogramm zu organisieren, war es zu spät: Nicolas war wieder in jenes Koma gefallen, aus welchem er nie wieder erwachen sollte.

Dieses Leid wird nie vorübergehen. Dennoch könnte es gelindert werden, wenn ich die Gewissheit hätte, dass nie wieder eine Familie oder ein Patient solch eine Erfahrung in einem Krankenhaus erleben muss.

Aus diesem Grund habe ich die Stiftung Nicolas Gigot gegründet. Mein Ziel ist es, Gelder zu sammeln, um den Krankenhäusern Computer mit augengesteuertem Sprachprogramm zur Verfügung zu stellen. Diese Computer sollen an jene Familien verliehen werden, denen jegliche andere Möglichkeit der Kommunikation mit ihrem Angehörigen versagt ist.

Ein weiteres Ziel der Stiftung ist der Ankauf von Rollstühlen. Als Nicolasnoch in der Hoffnung war, weiterleben zu können, träumte er davon,Rugbyturniere zu organisieren, deren Einnahmen dem Ankauf von angepassten Rollstühlen für Bedürftige dienen würden.

Einsatz, Stärke, Respekt, Teamgeist und Mut sind die Werte, die Rugby kennzeichnen und mein Sohn stand für sie ein mit ganzem Herzen. Vor allem aber war er ein wunderbarer, großzügiger und so schöner Mensch.

Sein Herz wird durch diese Stiftung weiterschlagen, die – und dies ist meine große Hoffnung – noch vielen Menschen zur Hilfe kommen kann. »

Wer war Nicolas?

Das Leben von Nicolas ist am 18. Juli erloschen. Er wurde 19 Jahre. Während eines Rugbytrainings in Bourg-en-Bresse wurde er von einer Belastungshyperthermie befallen. Seine Höllenqualen begannen mit seiner Einlieferung ins Krankenhaus: sowohl seine Nieren als auch seine Leber waren betroffen, er hatte eine lebertransplantation, er musste zuerst die Amputation eines Beines, dann des anderen erleiden, eine Hüfte wurde ihm entnommen, Nekrosen traten auf, hämorraghische und septische Schocks sowie eine Staphylokokkeninfektion überkamen ihn.

Diese ganzen Prüfungen musste er bei vollem Bewusstsein erleben. Selbst als er nicht im Koma lag, konnte er sich nicht ausdrücken, da er intubiert war. Nicht einmal schluchzen konnte er… Er wusste, dass sein Leben jeden Augenblick zu Ende gehen konnte, da die Ärzte ihm nichts verschwiegen haben, die Diagnosen wurden ihm alle grausamerweise mitgeteilt. Er musste miterleben, wie sein Körper ihm langsam entglitt ohne eine jegliche Kontrolle darüber zu haben, ihm, dem vollendeten Sportler.

Sein Ende war geprägt von einer unendlichen Trauer, voller Angst, sowohl für ihn, als für uns. Trotzdem endet Nicolas Geschichte nicht mit seinem Tod. Bevor er starb, war er ein sehr lebensfroher Mensch.

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